Der Unterschied zwischen Gesichtsöl und Serum

Die mannigfaltige Auswahl an Hautpflegeprodukten kann einen schon mal leicht verwirren und Fragen aufwerfen. Zum Beispiel: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Gesichtsöl und Serum? Brauche ich beides? Und wenn ja, in welcher Reihenfolge soll ich die Produkte anwenden?

Hier der Versuch, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen:

Was ist der Unterschied?

Seren sind hochkonzentrierte Pflegeprodukte, die meist zielgerichtet als Aufbaukur oder bei bestimmten Unausgeglichenheiten der Haut angewendet werden, z. B., um sehr viel Feuchtigkeit zu spenden, Pigmentflecken zu beseitigen oder die Haut zu balancieren. Sie werden in der Regel auf Wasserbasis hergestellt und haben eine molekulare Struktur, die zwischen Öl und Creme liegt. Daher ziehen sie super schnell in die Haut ein und können tiefere Hautschichten erreichen, als dies bei anderen Pflegeprodukten der Fall ist.

Sie werden direkt nach Gesichtsreinigung und Toner aufgetragen und geben der Haut einen extra “Boost”.

 

Gesichtsöle hingegen setzen sich meist aus verschiedenen (auch ätherischen) Ölen zusammen und bieten in der Regel eine spezifische Pflege, z.B. für trockene oder ölige Haut, als Anti-Aging-Produkt etc. Sie haben zusätzlich eine schützende Funktion der Hautbarriere, polstern die Haut auf und schenken einen “Glow”. Öle wirken mehr auf der Hautoberfläche und dringen weniger in die tieferen Hautschichten ein als ein Serum. Dennoch sind sie sehr wichtig, um die Haut vor äußeren Umwelteinflüssen zu schützen. Sie sind also mehr eine “Allrounder”-Pflege und werden demzufolge auch nach einem Serum aufgetragen.

2-3 Tropfen genügen und sind auch bei öliger und unreiner Haut ratsam.

 

Brauche ich beides?

Das ist natürlich immer auch eine Frage der persönlichen Präferenz und hängt z.B. davon ab, ob man noch eine tönende Tagespflege etc. benutzt oder, welche Jahreszeit gerade herrscht. Wenn du eine normale Haut hast, genügt generell ein Öl und im Winter ein zusätzliches, feuchtigkeitsspendendes Serum, das auch den untersten Hautschichten Feuchtigkeit spenden kann.

Im Sommer ist z.B. zusätzlich ein Serum gegen Pigmentflecken am Morgen zu empfehlen und darüber Sonnenschutz; abends dann ein regenerierendes Öl. Gesichtspflege ist also immer sehr individuell und es dauert, bis man ein gutes Gefühl dafür bekommt, was der Haut gerade gut tut. 

Jede Haut ist individuell, daher sollte man am besten ein wenig testen und ausprobieren. Die Bedürfnisse ändern sich auch mit den Jahreszeiten und natürlich dem Alter oder dem Hormonhaushalt. Ein Sonnenschutz sollte allerdings immer mit dabei sein!

Reihenfolge des Auftragens:

Immer von leicht zu schwer:, daher erst das Serum, dann das Öl und zum Schluss Sonnenschutz/MakeUp

Was ist mit Cremes?

Cremes sind meist eine Mischung aus Ölen, Wachsen und Wasser und haben eine größere Molekularstruktur als Öl und Serum. Daher dringen sie nicht in die tieferen Hautschichten wie Öl oder Serum und sind eher als oberflächliche Feuchtigkeits- und Schutzschicht für die Haut geeignet. (was z.B. aber gut im Winter ist). Wenn man ein Creme-Liebhaber ist, sollte man ein Serum darunter benutzen, um eine ausreichende Feuchtigkeitsversorgung der tieferliegenden Hautschichten zu gewährleisten.

 

 

 

Viel Spass beim Ausprobieren wünscht MSelected.



Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentare werden vor der Veröffentlichung genehmigt.