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So geht “Intuitive Eating”

Intuitive Eating – ein Ernährungstrend, den es schon seit einigen Jahren gibt und der immer populärer zu werden scheint.

Kurz gesagt geht es darum: Essen, worauf man Appetit hat, wonach der Körper verlangt und nur, wenn man Hunger hat. Ohne jegliche Gedanken an Diäten, Ernährungsregeln oder Kalorien. Hat man z.B. Appetit auf etwas Deftiges, isst man z.B. ein Curry zum Mittag oder ein Stück Fleisch. Ist einem eher nach etwas Süßem, einem Energieschub zumute, dann genehmigt man sich z.B. ein Stück Obst, egal zu welcher Uhrzeit. „Intuitive Eating“ heißt, man sollte auf seinen Körper hören. Die Ernährung dient dazu, sich wohl zu fühlen und gesund zu sein. Aber wie kann man in diesen Zustand gelangen?

Wie bei vielen Konzepten gibt es hierbei auch nicht den einen Weg für alle; sondern nur deinen Weg! Man sollte sich fragen: Was tut mir gut? Doch zunächst dauert es eine Weile, bis sich der Körper umgestellt hat und wieder auf “natürlich” gepolt ist.

Folgende Prinzipien des “Intuitive Eating“ erleichtern den Einstieg:

 

  1. Keine Diäten! Gedanken an eine bestimmte Ernährungsweise, Einschränkungen oder Zuordnungen in “gute” und “schlechte” Lebensmittel sollte man ganz schnell verwerfen. Stattdessen: Tut mir dieses Essen gerade gut? Wie fühle ich mich danach? Wir essen bzw. verzichten nicht, um unseren Körper zu bestrafen. Diäten führen häufig dazu, dass man nur noch ans Essen denkt. Diese Energie können wir viel sinnvoller verwenden! 

  1. Auf seinen Hunger hören! Essen, wenn man Hunger hat und Aufhören, wenn man satt ist. Diesen Satz haben wir wohl alle schon einmal gehört; und doch tut man sich schwer damit. Mir ist z.B. aufgefallen, dass schlanke Menschen oft sehr langsam essen, gut durchkauen und das auf dem Teller lassen, was sie nicht schaffen. Jeder Bissen sollte ca. 15 Mal durchgekaut werden – dies hilft nicht nur der Verdauung, es trainiert auch das natürliche Sättigungsgefühl.

  1. Keine Schuldgefühle! Wie in Punkt 1 bereits erwähnt: alles ist erlaubt. Hat man dies erst einmal verinnerlicht, ist es ein unglaublich befreiender Gedanke. Wenn man Lust auf ein Stück Kuchen hat, sollte man es sich gönnen und jeden Bissen genießen. Je mehr man auf seinen Körper hört – so das Prinzip von „Intuitive Eating“ – desto weniger verlangt dieser nach Fertigprodukten oder künstlichem Zucker. Schuldgefühle beim Essen führen in der Regel zu unnatürlichem Essverhalten und Binge-Eating.

  1. Jede Mahlzeit zelebrieren! Das Essen schön anrichten, sich an einen Tisch setzen, ohne Ablenkung! Konzentriert man sich auf das Essen, realisiert man eher, wann man satt ist.

  1. Keine Kompensation von Gefühlen! Essen sollte immer ein Genuss sein, jedoch nicht aus falschen Motiven heraus. Negative Gefühle, wie sie z.B. bei Kummer, Langeweile, Trauer etc. entstehen, dürfen nicht durch Essen ausgeglichen werden.

  1. Neuer Denkansatz: Essen, um gesund zu sein! Gewicht zu verlieren, ist nicht Zweck unserer Ernährung. Zum Beispiel: Salate nicht in erster Linie zu sich nehmen um abzunehmen, sondern, weil es dem Körper gut tut und man Appetit auf etwas Frisches ha Oder: Nicht auf Kartoffeln verzichten, weil zu viele Kohlenhydrate enthalten sind. Stattdessen: “Ich brauche etwas Wärmendes und Nährendes; auf Kartoffeln habe ich jetzt Appetit”. Ähnlich verhält es sich beim Sport: Man betreibt ihn, um sich wohl zu fühlen, weil er glücklich macht und beim Abschalten hilft.

Die Möglichkeit, seinem Körper mit der Ernährung bewusst das geben zu können, was er gerade braucht, ist etwas ganz Wunderbares! Einen Versuch ist es wert!

           

 



1 Antwort

Vanessa W
Vanessa W

April 09, 2017

Sehr schöner Artikel!

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